Mainradweg: Bamberg – Haßfurt

Nach ausgiebigem Frühstück in unserem Hotel geht es auf die erste eigentliche Etappe unseres Radurlaubs. Unser Gepäck steht rechtzeitig zur Abholung bereit und wir wollen uns gestärkt nach dem Check-Out auf den Weg machen. Das Personal an der Rezeption bietet uns noch isotonische Getränke und Wasser für die Strecke an, aber wir lehnen in Erwartung einer nur 37km langen kurzen Etappe ab.

Ich habe die heutige Etappe bei bikemap.net hinterlegt.

Wir statten der Bamberger Innenstadt noch einen kurzen Besuch ab und machen uns dann auf den Weg gen Haßfurt. Kurz hinter Bamberg kaufen decken wir uns mit Obst und Getränken ein. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir ohne Taschenmesser unterwegs waren, also musste ein Kirmes-Armee-Messer her, welches Melone schneiden sollte. Weiter geht es linksmainisch dem auf dem Radweg flussabwärts. Nach kurzer Zeit kommen wir bei Viereth an „unsere“ erste Schleuse. Interessiert sehen wir bei einer Schleusung direkt an der Schleusenkammer zu. Der Schleusenwart hat es uns ausnahmsweise erlaubt das Gelände zu betreten, wenn wir uns dort aufhalten, wo die Schleusenkammer von einem Geländer umgeben ist.

Wir folgen dem Mainradweg bis nach Sand am Main. Der Radweg hält sich mal näher, mal entfernter am Fluss. Bei Sand müssen wir auf die nördliche Flussseite wechseln. Wie es der Zufall will, treffen wir auf das Ehepaar, welches wir tags zuvor im Zug kennen gelernt haben. Wir belassen es bei einem kurzen „Hallo“ von Rad zu Rad und radeln weiter nach Zeil. Mit anfänglichem Entsetzen bemerken wir die vielen leeren Flaschen in dem örtlichen Bach. Wir radeln dem ausgeschilderten Radweg entlang durch die gesperrte Innenstadt. Es riecht nach Fusel und die örtliche Feuerwehr sprüht mit Löschschläuchen die Straße sauber. Am Wochenende war dort ein Stadtfest und alle Bewohner des Orts beteiligen sich an den Wiederherstellungsmaßnahmen. Nicht schlecht, denn wir haben Dienstag als Kalendertag!

Nach Haßfurt war es dann auch nicht mehr weit. Dort angekommen haben wir – nicht zuletzt wegen der guten Reiseunterlagen von Velociped – direkt unser Hotel „Meister Bär“ gefunden. Nach einer kurzen Erfrischung auf dem Marktplatz haben wir noch eine kleine Runde über Kloster Kreuztal Marburghausen – Knetzgau – Augsfeld zurück nach Haßfurt gedreht.

Nachdem wir zum zweiten Mal Haßfurt erreichen, melden wir uns auch im Hotel an. Unser Gepäck war schon vor Ort und wir können uns erfrischen. Wieder hergestellt steht uns die Stadt zur Erkundung offen. Wir genießen eine Käffchen in einem Café in der Innenstadt und stromern durch die Gassen.

Haßfurt ist eine schöne kleine Stadt mit einer tollen Hauptstraße, die an beiden Enden von zwei Toren flankiert ist. Der schöne Platz in der Mitte rundet den positiven Eindruck ab. Die Bewohner Haßfurts erscheinen und als harzliche Menschen: nach außen etwas spröde, den Tourismus als Aufgabe und nicht als Dienstleistung verstehend.

Kulinarisch kann für Haßfurt von folgenden Lokalitäten berichtet werden: Das Restaurant vom Hotel Meister Bär, das Restaurant vom Hotel Walfisch, das Weinlokal in der Stadt

Fazit der ersten Etappe: Die Strecke ist für jeden Radfahrer zu bewältigen und das Frankenland lädt zu Wein und Bier ein!

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