Rothenburg ob der Tauber – Bad Mergentheim

Nach einem reichhaltigen Frühstück soll es losgehen. Wir packen unsere Sachen und geben das Gepäck an der Rezeption ab. Manfred hat bei der Auswahl der Hotels nämlich Wert auf Gepäcktransport gelegt. So müssen wir uns nicht einschränken und können unbelastet in die Pedale treten. Unsere Autos können wir auch bis zum Sonntag auf dem Hotelparkplatz stehen lassen.
Beim ersten Tritt in die Pedale springt mir noch auf dem Parkplatz die Kette ab. Es soll aber auf der ganzen Tour die einzige technische Unzulänglichkeit der Räder sein.

Unser Weg führt uns zunächst zum Spitaltor und von dort in einer Schussfahrt hinab zum zur Herrnmühle. Von hier an ist der Radweg durchs liebliche Taubertal in der Variante „Der Klassiker“ perfekt ausgeschildert. Wir rollen mehr oder weniger bergab durch die unbeschreiblich schöne Landschaft. Manchmal pustet uns der Gegenwind ins Gesicht, aber das stellt im Großen und Ganzen keine Herausforderung dar.

Das erste Zwischenziel auf der heutigen Etappe ist Creglingen. Nach einem kurzen Schnack mit einem Gärtner-Pötschke-Double aka Opa Willi verlassen wir für einen kurzen Abstecher den Taubertalradweg, um uns den Marienaltar in der Herrgottskirche anzusehen. Ein berühmtes Osteröder Kind namens Tilman Riemenschneider hat dieses Meisterwerk geschnitzt. Mit Schwung rollen wir den Berg hinunter um uns in Creglingen bei einem Radler in einer Kneipe vor dem Regen zu verstecken. Ein paar Kilometer weiter flussabwärts lockt uns in Tauberrettersheim ein am Radweg gelegener Biergarten an. Hier verkriechen wir uns bei einem Imbiss unter den Sonnenschirm, damit wir nicht nass werden. Nach dem Schauer springen wir wieder auf die Räder und strampeln los in Richtung Weikersheim. Direkt am Ortsausgang von Tauberrettersheim erwischt uns der Regen aber trotzdem. Wir stellen uns unter und verpacken uns in Regenkleidung. Nachdem der fette Regenguss vorbeigezogen ist, geht es auf nasser Straße im Nieselregen weiter in Richtung Weikersheim. Von oben sieht es sehr wechselhaft aus, weshalb wir in Weikersheim die Idee der Schlossbesichtigung verwerfen und weiter in Richtung Bad Mergentheim radeln. Nach kurzem Suchen finden wir auch unsere Unterkunft.

Für den Rest des Tages bleiben die Räder im Fahrradkeller und wir nehmen die Stadt unter unsere Sohlen. Auf dem sonnenbeschienenen Marktplatz genehmigen wir uns ein Gläschen Wein. Wir schlendern also weiter mehr oder weniger ziellos durch die City und lungern schließlich im Innenhof des Deutschordenschlosses herum. Direkt gegenüber befindet sich der Gasthof Johanniter mit einem idyllischen Biergarten. Dort lassen wir uns mit Speisen und Getränken wiederherstellen, denn die Johanniter wissen, wie sie Leben retten 🙂

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