Mainradweg: Volkach – Würzburg

Bevor wir das schöne Städtchen Volkach verlassen, stärken wir uns am ausgezeichneten Frühstück im Hotel Kreuzer. Ebenso wie die Zimmer liebevoll eingerichtet sind, macht sich eine individuelle Handschrift beim Frühstück bemerkbar. Wirklich sehr appart! Dennoch heißt es Abschied nehmen von Volkach und dem schönen Hotel. Unser Gepäck stellen wir zur Abholung ab. Als wir die Räder aus der Fahrradbox holen, gönnen wir ihnen den Ketten und Schaltungen ein paar Tropfen Schmiermittel.

Los gehts! Die Aufzeichnung der heutigen Tour befindet sich auch wieder bei bikemap.net zum Nachradeln. Wir entscheiden uns die Mainschleife entlang zu radeln und nicht die kanalisierte Schiffsabkürzung zu begleiten. Die Strecke verlängert sich dadurch um etwa 5 Kilometer. Wir fahren also aus der Innenstadt zum Main hinunter und folgen dem Main zunächst auf der linken Flussseite bis zur ersten Brücke wo wir der Ausschilderung nach Nordheim Folge leisten. Weiter geht es durch das schöne Nordheim und durch Obst-, Gemüse- und Weingärten nach Sommerach. Kurz danach befinden wir uns auch schon wieder am Kanal, den wir auch überqueren. Wir haben uns dazu entschieden bis nach Kitzingen linksmainisch zu bleiben. Leider verradeln wir uns auf dem sonst so vorbildlich ausgeschilderten Mainradweg bei Hörblach, aber wir genießen es diesen Ort einfach anzusehen und kommen auch wieder auf den richtigen Weg zurück. Durch den Ortsteil Etwashausen gelangen wir über eine Brücke direkt in die Kitzinger Innenstadt. In Erwartung einer heißen Etappe erfrischen wir uns nach der Erkundung des Stadtzentrums mit isotonischen Geränken, Apfelschorle und etwas Gebäck. Die vorhergesagten 35°C erreicht das Thermometer heute locker.

Wir bleiben auf der rechten Mainseite, weil wir uns das malerische Frickenhausen ansehen möchten. Nach einer erneuten Erfrischung gelingt es Alex leider nicht den Fahrer eines ?Jaguar? Cabriolets zum Tausch der Fahrzeuge zu überreden, aber wir strampeln trotzdem eifrig unserem Ziel Würzburg entgegen. Wir wollen nicht direkt durchradeln, denn wir möchten uns noch die schöne Innenstadt von OxfordOchsenfurt ansehen. Dazu wechseln wir kurz auf die südliche Mainseite, setzen den Weg aber nach absolvierter Stadtberadelung wieder auf der Nordseite fort. Der nächste Stopp erfolgt in Eibelstadt. Nicht, dass uns der Reiseführer darauf hingewiesen hätte. Wir wollten uns einfach mal so ein zufälliges Dorf ansehen. Der zum Main zugewandte Ortsteil zeichnet sich durch ein feinmaschiges StraßenGassennetz aus. Faszinierend!

Nun fahren wir aber direkt zu unserem Etappenziel nach Würzburg. Wir passieren Randersacker und folgen der Ausschilderungen zur Würzburger Innenstadt. Direkt hinter Randersacker am Teufelskeller scheint mir der Teufel wohl einen Streich zu spielen. Alex pfeift mich zurück, weil ich bei der schwülen Hitze wie ein Wilder vorweg spacke. Wie gesagt, geht es nach der Ermahnung gemächlich unserem Ziel dem Hotel Strauß entgegen. Wir schließen unsere Räder in der Garage an und begeben uns aufs Zimmer, um uns zu duschen. Unser Gepäck war, wie nicht anders zu erwarten, schon vor uns da.

Nach der erfrischenden Dusche geht es zu Fuß in die Stadt. Zunächst statten wir der oder dem „Alten Kranen“ einen Besuch ab. Danach gehen wir auf die Alte Mainbrücke und genießen den Blick zur Festung Marienberg, über den Fluss, die Weinberge und die Stadt. Wir laufen weiter durch die Stadt und sehen uns noch von außen das Uni Hauptgebäude und die Residenz an.

Danach ruft unser Körper nach Labung. Wir genießen ein Würzburger Hofbräu und machen uns dann auf die Suche nach dem „Backöfele„. Dort können wir neben dem leckeren Essen das Distelhäuser Dinkelbier empfehlen. Das Backöfele ist einer der Tipps in Würzburg.

Zur Gestaltung des Abends haben wir uns zu einer Stadtführung durch den Würzburger Nachtwächter entschieden. Er hat uns vieles über Würzburg, den Dom, die Marienkapelle und sonstige Sehenwürdigkeiten verraten. Für ganz neugierige Gesellen verscherbelt der Nachtwächter auch ein Büchlein, was aber immerhin dem Wert eines Arztbesuchs entspricht. Ein eingeborener Würzburger mit einer gewissen Rechts-Links-Schwäche hat uns dann noch einen letzten kulinarischen Tipp mit auf den Weg gegeben. Wir haben in der Urwürzburger Weinstube „Maulaffenbäck“ noch einen ordentlichen Schoppen zu uns genommen, nachdem wir den Laden trotz der Wegbeschreibung des Einheimischen gefunden haben.

Fazit des Tages: Hitzeschlacht, Nachtwächter und Maulaffenbäck haben doch ihren Tribut nach den 72km gefordert. Trotzdem eine tolle Etappe!

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