Bad Mergentheim – Wertheim am Main

Der Tag beginnt mit einem sehr fürsorglichen Frühstück, bei dem ums die Wünsche nahezu von den Augen abgelesen werden. Apropos lesen, es gibt sogar die aktuelle Tagespresse zum Schmökern. Von Schonkaffee gestärkt packen wir unsere sprichwörtlichen sieben Sachen und laden das Gepäck zum Weitertransport an der Rezeption ab.

Das Ziel der heutigen Etappe heißt Wertheim am Main. Alex und ich sind im letzten Sommer schon auf unserer Radtour gewesen in Wertheim gewesen. Nach einer kurzen Orientierungsfahrt in Richtung Stadtzentrum finden wir auch den ausgeschilderten Taubertalradweg. Bad Mergentheim – Wertheim am Main weiterlesen

Rothenburg ob der Tauber – Bad Mergentheim

Nach einem reichhaltigen Frühstück soll es losgehen. Wir packen unsere Sachen und geben das Gepäck an der Rezeption ab. Manfred hat bei der Auswahl der Hotels nämlich Wert auf Gepäcktransport gelegt. So müssen wir uns nicht einschränken und können unbelastet in die Pedale treten. Unsere Autos können wir auch bis zum Sonntag auf dem Hotelparkplatz stehen lassen.
Beim ersten Tritt in die Pedale springt mir noch auf dem Parkplatz die Kette ab. Es soll aber auf der ganzen Tour die einzige technische Unzulänglichkeit der Räder sein. Rothenburg ob der Tauber – Bad Mergentheim weiterlesen

Chrischtbaumkügli

Am Morgen des Himmelfahrttags startet die Reise in Herzberg am Harz. Zwei PKW sind zusammen mit 5 Leuten, Gepäck und 5 Fahrrädern bereit zur Abfahrt nach Rothenburg ob der Tauber. Soweit so gut.

Direkt hinter der Werratalbrücke der A7 nördlich von Kassel vermuten wir, dass der Himmelfahrtstag seinem Namen alle Ehre bereiten will. Um 11 Uhr ist es finster wie in der Nacht, Wolken streifen über die Autobahn und wolkenbruchähnliche Niederschläge ergießen sich über die Fahrbahn. Direkt auf Höhe der Stadt Kassel ist der Spuk beinahe so schnell vergangen wie er erschienen ist. Der Rest der Anreise nach Rothenburg ob der Tauber verläuft erfreulich stressarm. Es ist sogar Zeit für einen Boxenstopp. Chrischtbaumkügli weiterlesen

Das dreckigste Bahnhofsklo Deutschlands

Dieser Sonderbeitrag muss einfach zu unserem Münchner Wochenende verfasst werden.

Wir machen also am 03.05. einen Ausflug zum Kloster Andechs. Das Wetter ist wunderbar und es finden sich außer uns noch gefühlte tausend andere Ausflügler auf dem heiligen Berg ein. Natürlich verkosten wir die örtlichen Bierspezialitäten. Einfach prima!

Genau die Verköstigung der Biere fordert in Herrsching am Ammersee aber seinen Tribut: Es will wieder etwas raus.

Die Toilette auf den Bahnhof von Herrsching muss man nicht lange suchen, denn es gibt nicht viele Türen dort. Nach dem Öffnen der Tür bietet sich kein Grund zum Zweifeln, der Geruch macht unmittelbar klar, dass das Örtchen erreicht ist. Die Kabinen sind oben mit Stacheldraht gekrönt, damit niemand auf die Idee kommt die 50 Cent zu sparen, ohne die sich die Türen nicht öffnen lassen. Für die 50 Cent bekommt man dann noch nicht einmal Toilettenpapier geboten. Eine Frechheit! Die Urinale sind derart marode, dass die Abwässer sich einen eigenen Weg aus den Rohren gebahnt haben .

Dieses Dreckloch hat mich derart geärgert, dass ich mich genötigt sehe, diesen Artikel zu verfassen um, andere Ausflügler zu warnen!

Dorfpunks

In der Woche zuvor habe ich es leider nicht geschafft ein deutsches cineastisches Meisterwerk zu begutachten. Es sollte also ein Besuch der Verfilmung von Rocko Schamonis Erstlingswerk Dorfpunks im Mittelpunkt des Kinoabends stehen.

Um es kurz zu fassen: Die Zeitreise in die 80er des vergangenen Jahrhunderts ist Lars Jessen gelungen. Die grau-braune Farbgebung in vertäfelter Kulisse wird von 80er Musik und Punkgeschraddel verstärkt. Auch die typisch weichgespülte Haltung der Eltern (der Vater ist Lehrer), der Töpfermeisterin und des Kneipenwirts, der sich mit ein paar Teenagerpunks umgibt, wurde gekonnt umgesetzt. Der Regisseur hat mit seinem Film „Am Tag als Bobby Ewing starb“ schon gezeigt, dass er die 80er drauf hat. Ich fühlte mich wirklich wie damals in den 80ern auf dem Land. Es gab sie damals wirklich, die Dorfpunks, auch im Zonenrandgebiet!

Roddy Dangerblood kommt mir in dem Film aber auch einfach zu nett rüber. Der grinst die ganze Zeit. So breit kann doch keiner sein. Vielleicht ist es beabsichtigt, vielleicht liegts aber auch daran, dass es Cecil von Renners erste große Rolle ist. Mein persönlicher Hit in dem Film war die Stelle, an der Roddy mit der Pistole in die Luft schießt.

Nach dem Film haben andere Zuschauer im Foyer noch wild spekuliert, wie wohl Fliegevogels Urinszenen gedreht wurden. Sehr amüsant anzuhören, was für Gedanken sich die Menschheit machen kann.

Insgesamt mal wieder ein gelungener Filmabend. Mein Fazit: Prima deutsches Kino fernab vom Mainstream. Ansehen!

The International

Auf ins Kino lautet mal wieder die Devise. Gestärkt mit japanischen Leckereien aus dem Restaurant Kyoto geht es mal wieder ins Cinemaxx. Bedingt durch die Berlinale und die frisch verliehenen Oscars sind jede Menge interessanter Filme in den Kinos. Zur aktuellen Auswahl stehen „The International“, „Milk“ und „Gran Torino“.

Die Entscheidung ist recht schnell für „The International“ ausgefallen: deutscher Regisseur, aktuelles Thema und zu guter letzt frisch auf der Berlinale diskutiert. Der Film verspricht und hält eine Story über die internationale Vernetzung von Banken, Macht und Waffenhandel sowie einen derben Spritzer Action.  Mit Clive Owen, Naomi Watts und Armin Müller-Stahl ist der Film brillant besetzt. Etwas arg übertrieben, aber dennoch mit schönem Geballer, wurde das Shoot-out im Guggenheim-Museum inszeniert. Allein das Ende wirkte irgendwie an die sonst interessant ausgestaltete Story angeflickt. Vielleicht sind Mafiosi-Waffenhändler aber so.

Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Film mit guter Besetzung und einem aufgesetzt wirkenden Ende, kann aber nicht mit Tom Tykwers „Lola rennt“ mithalten.

Tilt-Shift Fotografie

Beim Recherchieren in der Blogosphäre bin ich über den Begriff der Tilt-Shift-Fotografie gestolpert. Allein die verlinkten Videos im Blogeintrag Tilt-Shift Photography Maker haben mich fasziniert. Natürlich gibt es im Web auch ein Online-Tool, welches Bilder im Netz oder von der Festplatte in ein „Modellbau-Foto“ umwandeln kann. Genau das richtige für den Nicht-Photoshopper!

Gesagt – Getan: Ich habe mich einmal ein Foto von Dreymanns Mühle Tilt-Shiften lassen, aber seht selber…

Vorher:

Dreymanns Mühle
Dreymanns Mühle

Nachher:

Dreymanns Mühle Tilt-Shift
Dreymanns Mühle im Modelleisenbahn-Look

FIS Continental Cup in Braunlage

Neues Jahr, mal wieder ein Anlauf zum Skispringen in Braunlage.

In den letzten Jahren war es mau mit der weißen Pracht und das Skispringen auf der Wurmbergschanze musste wegen Schneemangels oder Tauwetter ausfallen. Für das Jahr 2009 hat das Orga-Team vom WSV Braunlage aber Vorkehrungen getroffen: Es wurde für alle Fälle eine hinreichende Menge Kunstschnee vorbereitet. Die Anlaufbahn der Schanze ist schon seit einigen Jahren mit einer Porzellanspur ausgestattet und dadurch auf alle Fälle präpariert. DiesesJahr wird der FIS Continental Cup am ersten Januarwochenende in Braunlage ausgetragen.

Das Wetter hat mitgespielt und die Temperaturen unten belassen.  Das Skispringen kann also stattfinden und der anreisende Zuschauer hat die Qual der Wahl zwischen dem Samstags- oder Sonntagsspringen. Wegen der Vorhersage haben wir uns für Samstag als Besuchstag an der Wurmbergschanze entschieden. Für den Sonntag wird Schneefall vorhergesagt.  Gemäß Prognose scheint für uns auch die Sonne. FIS Continental Cup in Braunlage weiterlesen

Buddenbrooks

Das Jahr fängt mit einem Kulturkracher an: Es soll ins Kino gehen.

Dort wird Heinrich Breloers Neuverfilmung von Thomas Manns Erstlingsroman „Buddenbrooks“ gespielt. Neben der tollen Besetzung reizt mich der Film vor allem wegen sehr persönlicher Eindrücke aus der Schulzeit. Damals™ musste die zwölfte Klasse den Schinken lesen.Totlangweilig fand ich das Buch zu der Zeit. Nachdem das Nichtlesen des Buchs aufgeflogen war, hatten wir Zei den Schinken uns bis zur Klausur durchzulesen. Das habe ich dann auch am Tag zuvor getan. Schade, dass man durch Zwangsmaßnahmen auf ein solch brillantes Werk gestoßen werden muss.

Nun aber zum Film: Die im Film erzählte Geschichte kann mich natürlich nicht überraschen. Die grobe Story habe ich noch im Kopf, aber die Details sind nur noch bruchstückhaft vorhanden. Der kontinuierliche Untergang der Familie Buddenbrook wird vorzüglich ins Bild gesetzt, wenn auch die Kulissen der alten Stadt Lübeck teilweise sehr plakativ oder hingestellt wirken. Die erste Garde deutscher Schauspieler kann in dem Film alles zeigen. Den Film kann man natürlich nicht mit dem Buch vergleichen, aber ich hätte mich sehr über die Darstellung ?der/des? goldgelben Favoris von Bendix Grünlich gefreut. Den Begriff fand ich beim Lesen des Buch einfach klasse. Mein Lieblingszitat aus dem Film: „Wie beliebt?“

Fazit: Sehr gutes deutsches Kino, welches die umfangreiche Romanvorlage unterhaltsam in kurzweiligen 150 Minuten umsetzt.